Archiv für die ‘Burg Limberg’ Kategorie

Zur Besichtigung des Turmes kann im Forsthaus ein Schlüssel abgeholt werden.
hinweisschild Erlebnismöglichkeiten auf Burg Limberg

Ausserdem laden die anschliessenden Wälder zum ausführlichen Spaziergang ein.
aussicht lim Erlebnismöglichkeiten auf Burg Limberg

aussicht lim 1 Erlebnismöglichkeiten auf Burg Limberg

Übernachten direkt auf Burg Limberg ist leider nicht möglich.

Aber des vorgelagerte Hotel/Restaurant Forsthaus Limberg verfügt über mehrere geräumige Zimmer, die alle mit Dusche/Bad/WC, Satelliten-Fernsehen, Durchwahl-Telefon und Schreibtisch ausgestattet sind.

Seit Mitte November verfügt jedes Zimmer über einen 1000er DSL Zugang.
forsthaus Eine Nacht auf Burg Limberg

Der noch stehende Limbergerturm stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert und war wohl schon immer allein stehend.

Er beinhaltet einen funktionstüchtigen Kamin, ein Teil einer Treppe und Heizungsschächte. Im Jahre 1695
erfolgte der Abbruch der Burg, während dessen der Turm weiter als Gefängnis diente, bis er sich schliesslich dem Verfall hingegeben wurde.
1982 ist dem ein Riegel vorgeschoben worden, indem der Limbergverein mit der Restaurierung des Turms begann.
burg limberg Burg Limbergs Geschichte

Ausführlich:

1055-1200 wurde die Burg Limberg zur Sicherung der Herrschaft Börninghausen vom Bistum Minden erbaut.
Etwa gleichzeitig wurde sie an die Angehörigen der Burgrafen von Stromberg, die zur dieser Zeit dem Bistum Minden mehrere Bischöfe stellte,verlehnt.

1285-1292 übergab Burggraf Heinrich von Stromberg Graf Otto III von Ravensberg u.a. die Herrschaft Börninghausen, um die zuvor verlorene Fehde und daraus seine folgenden Gefangenschaft, zu entfliehen.
1290 konnte der erste ravensbergische Drost auf dem Limberg nachgewiesen werden
1319 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt.

Im laufenden 14. Jahrhundert versucht der Mindener Bischof Gottfried in vielen Fehden die Burg Limberg zurückzuerobern.
Weder Otto IV von Ravensberg noch dem Mindener Bischof Gottfried gelang der Durchbruch und so kam es zum Vergleich.
Otto musste Bischof Ludwig zu Lehen nehmen und das Mindener Obereigentum anerkennen.
Jedoch auch die Anerkennung verhinderte nicht, dass sich das ravensbergische Amt Limberg ausbreitete.

1335-1336 übergibt Graf Bernhard von Ravensberg pfandweise an Sweders Burgmänner, die zuvor 1332 die Burgmannsrechte übernahmen.
Mit den Einnahmen daraus sollten die Burg Limberg aufrecht erhalten werden.
1344 gibt Graf Bernhard von Ravensberg Geld zum Bau einer Mauer, ebenso wird der westliche Teil und die mittlere Vorburg errichtet.
Gleichzeitig durch die Verteilung der Territorien wurden die Fehden der Herrenhäuser beendet.

1507 wird die Burg verpfändet an Wilhelm Ledebur und das hat Veränderungen an der Burg zur Folge.
4 Jahre später fällt die Burg an das Haus Cleve, da der Herzog von Jülich und Berg, der ohne männlichen Nachkommen blieb, verstarb.
Weitere Streitigkeiten um die Grenzen werden 1542 in einem Vertrag verglichen.
Der Drost Alhard von Aspelkamp wird 1550 in eine Fedhe verwickelt, in dessen Verlauf die Burg abbrennt. Es sind nur noch das Torhaus und die heutige Eselsburg bewohnbar.
Weitere Herrscherwechsel folgen bis die Burg schliesslich zusehends verfällt (1609) und die Grafen Ravensberg Gelder zum Erhalt der Burg bewilligen müssen.
Im gleichen Jahr stirbt das Herrschergeschlecht derer der Cleve-Jülich aus.

1613-1643 steht die Burg erneut in Flammen aufgrund des 30 jährigen Krieges und dessen Folgen.
Am 29.04.1647 übernimmt der kurfürstliche Oberst von Burgdorf für den Kurfürsten von
Brandenburg das Amt Limberg mit der Burg in Besitz.
1695 wird der Abbruch der Burg befohlen, durch Kurfürsten Freidrich III, einzig der Turm blieb bis heute bestehen.
burgfried limburg Burg Limbergs Geschichte

Danach verfällt die Burg weiter bis 1982 ein Verein gegründet wird zum Erhalt des Burgfrieds und seiner restlichen Mauern.

Gerichtslinde
Seit 1535 sollte dieser Baum, auch Gogerichtslinde, irrtümlich auch Femelinde genannt, als Ort der Verkündung
von Gerichtsurteilen des Gogerichtes Angelbeke gedient haben.

gerichtslinde 1 Burg Limbergs Geschichte

Man fährt in nach Börninghausen bei Preussich Oldendorf.

Hier hält man sich an das Hotel Limberg, welches von der Hautstrasse gut ausgeschildert ist.
Die Strasse, in der das Hotel liegt und sich zu den Füssen des Burgfrieds befindet, heisst Burgstrasse.
mauer lim Anfahrt zur Burg Limberg

Die Burg Limberg befindet sich auf dem Wiehengebirge südlich von Preussisch Oldendorf und ist eine Burgruine.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg Limbergwahrscheinlich vom Bischof von Minden an der Grenze der Bistümer Mindenund Osnabrück, einer strategisch wichtigen Stelle, erbaut.
An diesem Ort soll zur Zeit Widukinds ebenfalls eine Burg bzw. Wehranlage gestanden haben. Im gleichen Jahrhundert erwarben die Ravensberger die Burg und erweiterten sie.

Später im Erbfolgestreit wurde die Burg dem Kurfürsten von Brandenburg zugeteilt, der sie besetzen liess, nachdem sie im 30-jährigen Krieg vom Pfalzgrafen von Neuburg erobertwurde.
Ende des 17. Jahrhunderts verfiel die Burg zunehmend und der Burgfired diente schliesslich noch als Gefängnis (Anfang des 19.Jahrhunderts). 1832 wurde das Gut verkauft.

Von der einstigen Burg sind nur noch einige Wallanlagen und Mauerreste erhalten, ebenso wie der 12 Meter hohe Burgfried, der in den letzten Jahren wieder hergestellt wurde. Die 600 Jahre alte “Gogerichtslinde” in Burgnähe gilt als Sehenswert.

Unsere Burgenreise wird uns im November zur Burg Limberg führen und wir sind gespannt, was für mittelalterliche Bauten uns da erwarten.
burg limberg Burg Limberg