Die Burg Vlotho ist eine Burgruine, die sich oberhalb der Stadt Vlotho im Kreis Herford befindet.
Sie liegt auf dem Felsen des Amtshausbergs fast 141 Meter und zentral zwischen Minden, Herford und mit annährend gleichem Abstand zu Bielefeld.

Die Weser, welche ein wichtiger Handelsweg zwischen Frankfurt-Bremen Richtung Vlotho und weiter über Lemgo und Wehrendorf darstellt, liegt im Tal der Burg Vlotho.

Sie lässt bis auf die Zeit um Christi Geburt zurückverfolgen, wo sie als Wallburg mit 500m Umfang und Doppelwallburg diente, den Westen sicherte eine Schwedenschanze (verschiedene Wallanlagen der Burg vorgelagert, dienten der Abwehr von Angreifern) die Flanke.

In der karolingischen Zeit (um 850) war die Wallburg im südlichen Teil ein befestigter Königshof.
Erbaut wurde sie vom Grafen Heinrich von Oldenburg –Schwager von Heinrich von Tecklenburg – im Jahre 1250 als sein Amtssitz. Hier ergab sich die Möglichkeit der Überwachung des Handelsstrassen und -armes der Weser.

1368 zerstörten die Mannen der Grafschaft Minden sowohl die Burg als auch die Stadt Vlotho, anlässlich eines Zwiespaltes mit der Grafschaft Lippe.

Wie vielen Burgen zur Zeit des 30jährigen Krieges wurde diese belagert und die Besitzer wechselten, Plünderei und Verfall waren die Folge. Der Untergang der Burg folgte, für nur 172 Taler wurde sie im Jahre 1709 verkauft. Daraufhin ist sie zum Grossteil abgetragen worden und 1884 wurde eine Gastronomie auf dem alten Burggelände errichtet.

1903 wurde ein Bismarckturm erbaut, gefolgt von einem Musikpavillon im Jahre 1922.
1936-1939 zur Zeit des zweiten Weltkriegs wurde archäologisch an der Burg gearbeitet und einige Mauerreste konnten sichergestellt werden. Ebenso wurde ein 60m tiefer Brunnen freigelegt. Der Bismarckturm und ein entstandenes Heimatmuseum wurden abgerissen.
Die freiwillige Feuerwehr zu Vlotho erbaute erneut einen Pavillon im Jahre 1949.

2000 – 2002 Umbau des Amtshausberges zum regionalen Heilgarten und dem Abbau des Pavillions.
Bis heute sind nur noch der Burgbrunnen und Teile der Mauer erhalten sowie,die Grundmauern des Palas und zeigen ca. 110 mal 60 Meter Ruinenfläche.